Sehnsucht nach Frieden (deutsch) PDF Drucken E-Mail

 Sehnsucht nach Frieden

von Abdullahi A. Osman
 
Vor vielen Jahrhunderten
Da lebten die Menschen eines Orts
Wie in einer großen Familie.

Sie waren unbekleidet,
Saßen am Feuer und
Schliefen friedlich nebeneinander.
Wenn sie hungrig waren,
Pflückten sie Früchte von den Bäumen,
Jagten mit Pfeil und Bogen und
Erzeugten Werkzeuge aus Steinen

Doch manche wollten immer mehr
Von dem, was vorhanden war,
Und so wurden die Menschen immer
Gieriger und selbstsüchtiger.
Um mehr als die anderen zu haben,
Gingen und gehen sie über Leichen.

Trotzdem, bei damaligen Kriegen
Gab es keine so gefährlichen Waffen
Und keine Massenvernichtung,
Weder so viele Tote,
Noch so viele Menschen auf der Flucht,
Wie in der heutigen Zeit.
 
Die Urfamilie vermehrte sich
Und trennte sich voneinander.
Manche zogen in andere Erdteile,
Haben durch Wissen den Mond erreicht,
Während andere noch nackt vorm Feuer sitzen.
Und sie nennen sich heute zivilisiert.
 
Die Konflikte werden immer mehr
Und die Verachtung ist zu einer
Krankheit geworden,
Die auch das Wissen nicht heilen kann,
Und niemals waren die von
Menschen verursachten Verluste
So groß wie heute.
 
Ich wünsche mir
Eine Lösung für die Kriege und
Die daraus folgende Flucht,
Eine Welt ohne Gewalt und Waffen
 
Ich wünsche mir,
Dass kein Mensch mehr an Hunger
Und vor Armut stirbt.
Ich wünsche mir
Eine Welt ohne Rassismus und Hass.
 
Ich wünsche mir,
Die Menschen würden wieder
Wie früher, wie eine große Familie
In Frieden zusammen leben.

erschienen in: Talktogether Nr. 29/2009