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Die natürlichen und unantastbaren Menschenrechte sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung. (Deklaration der Menschenrechte, 26. August 1789)

Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung sowie auf ein menschenwürdiges Dasein, insbesondere auf Familienleben, Arbeit, menschenwürdigen Wohnraum, angemessenen Lebensunterhalt, auf soziale Sicherung, auf den besten erreichbaren Gesundheitszustand, auf Bildung und Teilhabe am kulturellen Leben“.

Jeder Mensch hat Anspruch auf die hiermit garantierten Menschenrechte und Freiheiten, ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen“.

Warum gehen die Rechte der Flüchtlinge uns alle an?

Krieg, Verfolgung und das Fehlen grundlegender Menschenrechte lassen immer mehr Menschen keine andere Wahl, als auszuwandern oder zu flüchten, um ihr Leben zu retten. Doch auch in Österreich – einem der reichsten Länder der Welt – werden Menschen von diesen grundlegenden Rechten ausgeschlossen. Deshalb wenden wir uns mit dieser Kampagne gegen die unbarmherzige Gesetzgebung des Fremden- und Asylrechtes und die oft menschenverachtenden Praktiken im Umgang mit den Asylsuchen.

- 15 Prozent der Asylwerber sitzen im Schubhaftgefängnis, darunter minderjährige Kinder.

- Die meisten Asylanträge werden in der ersten Instanz negativ entschieden. Viele Entscheidungen werden zwar in zweiter Instanz aufgehoben, für die AsylwerberInnen bedeutet das aber jahrelange Wartezeiten voller Bangen und Zweifel, in der sie zudem keine Möglichkeit haben, zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen und sich in die Gesellschaft zu integrieren.Die Werte einer Gesellschaft zeigen sich darin, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Niemand kann sicher sein, nicht selbst einmal von Ungerechtigkeit oder Ausgrenzung betroffen zu sein.

Flüchtlinge haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben!

Flüchtling zu sein ist keine freiwillige Entscheidung sondern eine Überlebensnotwendigkeit. Doch AsylwerberInnen in Österreich wird durch die menschenverachtenden Fremden- und Asylgesetze das Recht auf ein menschenwürdiges Leben verweigert. Doch das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung sind Menschenrechte, die zu achten wir alle verpflichtet sind.

Weil die Menschenrechte unteilbar sind, fordern wir:

- Die Beendigung von Schubhaft und Zwangsabschiebungen!

- Fairness, Durchschaubarkeit und respektvolle Behandlung bei den Asylverfahren insbesondere Politische Unabhängigkeit und Verbesserung der Qualität der Verfahren in der „Ersten Instanz“!

- Die Beibehaltung der Dritten Instanz!

- Integration ab dem ersten Tag: Gleicher Zugang zu Arbeit, Bildung und Mobilität für alle Menschen, die in Österreich leben - auch für AsylwerberInnen während der Dauer ihres Verfahrens!


Eine Initiative von: Verein Afrika-Solidarität, Arge Wehrdienstverweigerung, frauen.stimmen.gegen.krieg, Europäische Demokratische Jugend, Internationale Demokratische Jugendbewegung, SOMOS: Interkulturelle Beratungsstelle und Begegnungszentrum für MigrantInnen und NichtmigrantInnen, Talk Together - Zeitung für MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen